• Claus
Freitag, 18. März 2022

Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty

Inititative für einen weltweiten Nicht-Verbreitungsvertrag für fossile Energien (Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty)

Inititative für einen weltweiten Nicht-Verbreitungsvertrag für fossile Energien (Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty) Die Hauptursache für die Klimakrise sind fossile Brennstoffe. Kohle, Öl und Gas sind für fast 80 % aller Kohlendioxidemissionen seit der industriellen Revolution verantwortlich. Marburg will bis 2030 eine klimaneutrale Stadt werden, im Klima-Aktionsplan 2030 werden CO2-Einsparpotenziale benannt. Ob die bisherigen Pläne dazu ausreichen ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass weltweit ein noch nie dagewesenes Ausmaß an nationaler und internationaler Kooperation erforderlich ist, um die Weiterverbreitung von fossilen Brennstoffen zu verhindern, aus den existierenden Beständen und Infrastrukturen auszusteigen und einen gerechten und friedlichen Übergang zu sichereren und saubereren Energie-Alternativen zu beschleunigen. So wie die Welt vor fünfzig Jahren einen Vertrag brauchte, um die Bedrohung durch nukleare Massenvernichtungswaffen zu entschärfen, braucht die Welt heute einen Vertrag zur Nichtverbreitung für fossile Energien. Die Initiative “Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty” setzt sich, anknüpfend an den nuklearen Nichtverbreitungsvertrag, für drei zusammenhängende Ziele ein, um den Ausstieg aus den fossilen Energien und einen gerechten Übergang zu beschleunigen: • NICHTVERBREITUNG: Verhinderung der Verbreitung von Kohle, Öl und Gas durch Beendigung aller neuen Exploration und Produktion; • GLOBALE ABRÜSTUNG: Abbau bestehender Lagerbestände und Produktion fossiler Brennstoffe im Einklang mit der globalen Klimagrenze von 1,5°C • GERECHTER ÜBERGANG: Schnelle Umsetzung echter Lösungen und ein gerechter Übergang in eine nicht-fossile Zeit für jeden Menschen, jede Gemeinde und jedes Land Über 400 Organisation und Kommunen sind dieser Initiative bisher beigetreten, z.B. Vancouver, Barcelona, Los Angeles und Bonn als erste deutsche Stadt. In einem von mehr als 100 Nobelpreisträger*innen unterzeichneten Brief fordern diese, die neue Ausweitung der Öl-, Gas- und Kohleförderung im Einklang mit den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu beenden; aus der bestehenden Öl-, Gas- und Kohleförderung auf faire und gerechte Weise unter Berücksichtigung der Verantwortung der Länder für den Klimawandel und ihrer jeweiligen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen auszusteigen, sowie die Umstellung auf 100 % Zugang zu erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Die Parents4Future Marburg fordern deshalb zusammen mit anderen Organisationen aus dem Klimabündnis die Stadtverordnetenversammlung auf, dieser Initiative beizutreten. Ein entsprechender Antrag wurde vorgelegt.

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Auch einzelne Personen können diese Initiative unterstützen.

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